Sonntag, 16. August 2026

Wegen eines Restaurantes... Lundeborg 14.8. - 16.8.2026


Unmittelbar vor unserer Abfahrt nach Nyborg, wo ich hoffe, das Ersatzteil für die Druckwasserpumpe zu bekommen, halten Konstantina und ich noch einen Smalltalk mit einem Skipper, der kurz zuvor angelegt hat. Wir erfahren, dass er nur wegen der Fischkantine, die zu Konstantinas Unmut geschlossen war, hergekommen ist. Die hat jetzt auf, was unsere Abfahrt um eine Stunde hinauszögert. 
Mir ist die Bude zu fischig, aber was viel schlimmer ist, wir bekommen die drindende Empfehlung nach Lundeborg zu fahren, ein kleiner Hafen und eine sehr gute Brasserie wartet da.
Es hat wenig Sinn, sich in diesen Dingen gegen Konstantina durchsetzen zu wollen, also ändern wir den Plan und setzen Segel gen Lundeborg.
Der Törn ist eine einzige Werbung fürs Segeln. Wir brauchen den Motor nur bis außerhalb der Kaimauer, und dann wieder unmittelbar vor dem Hafen in Lundeborg.
Dabei haben wir alle Winde: Anfangs segeln wir vor dem Wind, immer auf der Suche nach den Tonnen. Dann kürze ich auch schon mal ab, wenn die locals quer durchfahren, denke ich, geht das für uns auch in Ordnung. Tief genug isses ja. Auf dem Abschnitt Richtung Süden kneifen wir so stark Höhe, dass ich mich frage, woher eigentlich die 4 kn kommen sollen, die wir immer noch vorlegen. Den letzen Abschnitt fahren wir dann mit Reff. Das Einleinenreff funktioniert in Sekundenschnelle, ohne dass ich aus dem Cockpit muss, super.
 
 
Der Hafen ist, wie angekündigt, klein und weil es Wochenende ist, knallvoll.
Dann zeigt Konstantina auf ein Bauteil, das im Bug liegt: Die Leinenführung der Rollreffanlage ist weg. Ich untersuche das ganze genauer, das hängt normalerweise an mehr als einer Schraube. Das ist nicht einfach so über Bord gegangen, das hat im letzten Hafen jemand abgebaut. 
Ich fasse es nicht. 
Lundeborg ist ein paar Spaziergänge wert, und die Brasserie ist sicher gut, aber einen solchen Umweg eher nicht. 
 

 
 
Wir können zwei Fahrräder ausleihen und fahren mit glühenden Oberschenkeln 10 km nach Schloss Broholm.
Denn da soll es Kaffee und Kuchen geben, aber wenn es Momente gibt, in denen ich micht völlig fehl am Platze fühle, dann an Orten, in man 30 Euro für eine Kanne Kaffee und zwei Törtchen bezahlen muss.
 
 
 

Ich bin nicht wirklich traurig, diesen trubeligen und teilweise sehr schmutzigen Hafen zu verlassen und Richtung Nyborg zu verlassen. Da soll es eine Marinecenter geben, in dem ich hoffe, Ersatzteile zu bekommen.

 

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