Nach Konstantinas Arbeit sind wir noch auf Femö spazieren gewesen, haben Brombeeren gepflückt und einen Loppis (Garagenflohmarkt, sehr beliebt hier) gesucht und nicht gefunden.
Dann segeln wir bei sehr wenig Wind, der dann auch noch von hinten kommt, los - und natürlich kommen wir kaum vorwärts. Das Ziel war zunächst Omö, aber das vergessen wir dann gleich auch wieder, zu mehr als Vejrö reicht es gerade nicht.
"Menschenleer" soll sie laut Törnführer sein, das trifft es nicht so ganz.
Der Hafen ist atemberaubend - teuer. Die ganze Insel ist in Privatbesitz, der Eigentümer baut hier ein "Ressort" auf. Alle Häuser sind inzwischen aufgekauft und werden zu Gästehäusern umgebaut, ein Hotel und ein Restaurant gebaut eine Orangerie entsteht, in dem das eigene Gemüse angebaut wird. Sicher toll, aber in ein, zwei Jahren bin ich ganz bestimmt nicht mehr Zielgruppe.
Das Wetter soll für ein paar Tage umschlagen: Viel Wind und Regen, also entscheiden wir, solange hier zu bleiben.
Trotzdem: die Insel entschleunigt enorm: Niemals in meinem Leben habe ich so viele, so leckere Brombeeren so schnell gepflückt.
oder wilde Pflaumen
Wir starten die ersten Badeversuche, allerdings traue ich micht nicht: zu kalt
... waschen jede Menge Wäsche und spazieren über die bezaubernde Insel, die ihren Charme sehr bald nicht mehr haben wird.
Am letzten Abend gönnen wir uns noch ein abenteuerlich teures Grillpaket aus dem hafeneigenen Shop, in dem Konstantina mittlerweile fast per Handschlag begrüßt wird. Und das ist dann aber mal so richtig schön.
Die Insel ist zauberhaft, ruhig und man schwimmt in allersschönsten Obst, das einfach so am Straßenrand wächst. Aber ich fühle mich underdressed, all dieser chi-chi ist nichts für mich.


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