Jetzt beginnt der zweite Teil der Reise, ab jetzt fahre ich alleine, ab jetzt treffe ich alleine die Entscheidungen, wann ich losfahre, wohin ich fahre, wie weit. Wann und ob ich etwas esse, das ist meine große Freiheit. Aber es wird niemand da sein, dem ich dann sagen kann: "Isses denn nicht zu und zu schön?"
Und davor graust es mir schon ein bisschen.
Damit es nach dem doch schmucklosen Hafen in Kerteminde mal ein bisschen schön wird, nehme ich als Ziel den Korshaven, schon weil mein Törnführer den als "Naja, da fährt halt jeder hin, aber so doll ist es nun nicht" abtut. Bisher habe ich nur in Häfen und Marinas übernachtet, das Ankern ist bisher zu kurz gekommen.
Bis ich den nördlichsten Punkt Fünens erreiche, kreuze ich die gesamte Fahrt über gegenan, dann schläft pünktlich eine Meile vor dem Ende der Wind ein und ich muss doch noch den Motor anwerfen.
Eingangs der Bucht trifft mich der eiskalte Pfefferminzschlag: Ein ganzer Haufen Masten. Die stehen aber, so stellt sich dann später heraus, im Hafen, die Ankerbucht bietet reichlich Platz.
Sonnenuntergang und Mondaufgang bieten ein Schauspiel, für das der Begriff: "magisch" erfunden wurde.
Auf allen Booten stehen die Skipper schweigend und sehen zu. Jeder für sich.
Den nächsten Tag nutze ich, um die Gegend zu erkunden. Nix besonderes? Das sehe ich anders. Mit dem Schlauchboot fahre ich zum Hafen und wandere los.
Und immer steht eine Bank da, wo eine Bank stehen muss. Weil man ja insgesamt viel zu wenig aufs Meer guckt.
Die Meinungen sind allerdings doch wohl verschieden: Unterwegs begegne ich einem Paar, sie ist sehr aufgebracht und mault, dass sie doch jetzt hier nicht eine Stunde lang herumlatscht, das könne er aber gleich mal vergessen. Tja.
Eine zweite Nacht gönne ich mir noch an diesem stillen wunderschönen Platz, dann lege ich ab. Und weiß bei Abfahrt nicht, wohin ich will. Auch mal schön









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