Weil ja Samstag ist, muss Konstantina nicht arbeiten und so legen wir recht zügig am Morgen ab. Ein bisschen möchte ich vorankommen und auch in die hübscheren Regionen fahren.
Wir halten Mittags in Guldborg, da gilt es eine Brückenöffnung abzuwarten. Dabei geraten wir in einen Loppis, (Flohmarkt) und in Konstantina erwacht der Sammler- und Jägerinstinkt.
Bis Femö müssen wir fast ausschließlich mit dem Motor fahren, was mir ja eigentlich widerstrebt, weil ich ein Segelboot, kein Motorboot habe.
Femö ist schön.
Und auf einmal bin ich im Urlaub.
Wir wandern über die Insel, die der Törnführer als "ganz nett" abtut, sammeln am Straßenrand Obst. Eine Autofahrerein hält an, ob wir eine Tüte benötigen würden, das sammelt ja sonst keiner. Es gibt Frühstück mit wilden Pflaumen, Brombeeren und Mirabellen im Müsli.
Unser Bier trinken wir in einer der ältesten Gasthäuser in Dänemark
Ich verfalle in die Erinnerungen an die Familienurlaube, die auch im letzten Jahre gegenwärtig wurden. Im Zuge der Auflösung des Haushaltes meiner Mutter wurden alle Dias gesichtet, es fallen mir Namen wie Tambohuse, Ebeltoft und Odsherred ein. Und auf einmal sind die Gerüche und Geräusche wieder da.
Und dann werde ich ein bisschen wehmütig.

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