Sonntag, 25. Mai 2025

Dokkum 25.5.2025

 


Im Grunde der nächste Katzensprung, der kaum der Rede wert ist.
Wieder ist es sehr wechselhaft, zwischen sonnigen und windigen Abschnitten regnet es immer wieder recht heftig.




Wir halten an einem Bauernhof, an dem irgendein Fest stattfindet, trinken Kaffee, essen Suppe und kommen um 17.00 in Dokkum an. Zeit, zur Tankstelle zu gehen und 30 Liter Diesel zu kaufen und dann sehr abgerockt im piekfeinen Restaurant zu sitzen und Geburtstag zu feiern.  





Samstag, 24. Mai 2025

Abfahrt - Leeuwarden 22.5.- 24.5.2025

 



Es ist fast nicht möglich, keine Vergleiche zur Fahrt 2019 zu ziehen, auch wenn ich das nicht wirklich tun sollte.

Seinerzeit bin ich als Einhandsegler gestartet und habe meine Ehefrau kennengelernt, bin naiver und wagemutiger gefahren.
Und ich hatte den Hafenmeister, der mich schulbuchmäßig verabschiedete. 

Damals war das Boot fertig, alles hatte seinen Platz, alles war schon einmal kaputt gegangen, ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen von den Möglichkeiten und Grenzen meines Bootes.

Hier nicht.

Seinerzeit hatte ich genaue Vorstellungen, wann es losgehen sollte,(so schnell wie möglich,) diesmal traue ich mich erst loszufahren, wenn ich einigermaßen sicher bin, dass nichts strukturelles kaputt gehen wird, siehe auch Dieselleitungen. Das Gefühl, wenn der Motor plötzlich stehen bleibt, oder die Navigation von einem Moment zum nächsten nicht mehr funktioniert, brauche ich schon dann nicht, wenn ich alleine fahre, erst viel weniger, wenn Konstantina dabei ist.

So bleiben Konstantina und ich noch einen Tag in Sneek, befestigen die Solarpanele nach langem hin und her auf der Sprayhood, gehen einkaufen, bis sie fragt: „Shall we?“ 
We shall und so fahren wir bei windigen und regnerischem niederländischem Frühlingswetter los. 



Die Fahrt ist erfreulich ereignislos, es regnet mal, es scheint mal die Sonne, die gefürchteten Brücken bei Leeuwarden sind schnell passiert. Die erste Brücke in der Stadt schaffen wir nicht mehr, wir legen außerhalb an.


Obwohl die Fahrt tatdellos läuft, hänge ich mit einem Ohr praktisch durchweg am Motor, irgendetwas läuft rauh, da muss ich gucken.
Das tue ich dann auch in Leeuwarden. Ich  krieche buchstäblich in die Backskiste, anders komme ich nicht an die wichtigen Bauteile nicht dran. Tatsächlich ist im Getriebe fast kein Öl mehr und das, was da drin ist, gehört da sicher nicht rein. Ich fülle das ganze auf und stelle fest, dass es gut ist.


In Leeuwarden findet gerade ein Straßenmusikfestival statt, aber immer, wenn wir zu einer Veranstaltung kommen, endet die gerade. Schade.


Montag, 19. Mai 2025

Antrittsbesuch 17.5. - 19.5. 2025

 




Sowohl mit der Schabernack als auch mit Ithaka führte mich der erste Weg immer nach Enkhuizen.

Das soll mit Caissa auch nicht anders sein: Beim dritten mal ist es Tradition, sagt der Kölner.

Also legen wir los und da die Brücke in Uitwellingerga kaputt ist muss ich einen Umweg über Ijlst machen und das dauert. Dabei versuche ich, zumindest das Vorsegel als Hilfe einzusetzen, ich bekomme es aber im raumen Wind nicht gesetzt, erst auf dem Heeger Meer habe ich genug Platz und Zeit, Segel zu setzen.

Was aber nur mittelgut klappt, weil der Autopilot nicht steuert, sondern immer nur einen einzigen Kurs anzeigt. Und ich erst lernen muss, dass man zuerst das Groß, dann das Vorsegel setzt.

5 btf begleiten mich, da ist ganz schön viel für das gereffte Groß und die volle Genua. Es geht ziemlich zur Sache, die Reling taucht immer wieder ins Wasser ein der Autopilot funktioniert überhaupt nicht. Das Schlimmste aber ist, dass die Wanten im Lee wild herumschlackern, ich habe zunächst Angst, die seien gerissen.

Bis zur Kruizpole schaffe ich es, dann rolle ich die Segel ein (gegen den Wind, dann klappt das auch tadellos) und ich finde mein windgeschütztes Plätzchen. 



Zunächst denke ich daran, einfach nur das Vorsegel zu tauschen und weiterzufahren, verwerfe den Gedanken aber, weil das Wantenspannen zu lange dauert. Dann ziehe ich das Fall des Vorsegels hoch, allerdings ohne Vorsegel: Konsequenz: Ab in den Mast. Fall wieder einfangen.


Der Aufstieg wird von meinen Stegnachbarn mit allerlei guten Ratschlägen begleitet, am Ende habe ich meine Kratzer und blauen Flecken. Und bin gesund wieder unten.

Und ich finde heraus, warum der Autopilot nicht funktioniert: Die Ummantelung des Kompasskabels muss zusammengezwirbelt und in die "graue Buchse" angeschlossen werden. Dann ist es ein Kinderspiel.

Ich verbringe die spät gewordene Nacht an der Kruizpole und fahre erst am nächsten Morgen weiter. Ich hatte den Weg nach Stavoren gar nicht mehr so weit in Erinnerung, dafür geht das Schleusen schnell. Und die Fahrt nach Enkhuizen wird zur Butterfahrt, die ich bei raumem Wind in drei Stunden hinkriege.




Ich finde mein Plätzchen im Stadthafen, und lege zuerst einmal ein elegantes Anlegemanöver hin, bis der Hafenmeister kommt und mich freundlich aber bestimmt auf die billigen Plätze verweist.
Egal: Funkgerät kaufen. Ich schwinge mich auf mein Klapprad, das völlig absurderweise in die Backskiste passt, und mache mich auf den Weg. Nur: der erste Händler, der das Handfunkgerät verkauft, denkt gar nicht daran, die im Internet hinterlegten Öffnungszeiten einzuhalten.
Er ist nicht da, vielleicht morgen Mittag. Ich beschließe, es jetzt auch mal gut sein zu lassen und fahre zum Hafen. Jetzt muss ich auch mal des Tun sein lassen und einfach mal diese schöne Stadt genießen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Ein junges Paar tuckert heran und macht an Caissa fest. Zwei junge Leute, Lukas und seine Freundin, die mit einem Charterboot unterwegs sind und zum ersten Mal über das Ijsselmeer gesegelt sind. Beide wissen nicht, ob sie mich nun Du-zen oder Sie-zen sollen, trotzdem ist es ein sehr angenehmes Gespräch, es werden endlich mal mehr als 100 Worte.


Joosten Watersport ist zuverlässiger. Da ist der Laden pünktlich um 9.00 auf, es gibt eine gute Beratung und dann ist die Handfunke mein. Antennenkabel kann irgendwann mal gemacht werden.

Und noch sieben Stunden, bis Konstantina aus Paris kommt.

Der fast nicht vorhandene Wind aus Norden lässt mich eher nach Lemmer, als nach Stavoren und so tuckere ich mit dem Motor die erste Stunde, dann setze ich segel und schalte den Autopiloten ein. Der tut genau 30 Sekunden, was er soll, dann entscheidet er sich für einen anderen Kurs und biegt ab.
So geht das dann die ganze Zeit, der Kompass scheint sich nicht mit anderen Instrumenten zu vertragen, also segele ich alles mit der Hand.
Eigentlich wollte ich in Göteborg auf Konstantina warten, jetzt wartet sie auf mich in Ijlst.


Wir verbringen sogar die Nacht in Ijlst, weil die Brücken in Sneek um 19:00 nicht mehr bedient werden.


Donnerstag, 15. Mai 2025

Präludium April-Mai 2025

Im letzten Herbst habe ich es bereits bemerkt, Caissa ist noch gar nicht bereit für irgendeine Tour, die weiter ginge, als bis ins Sneeker Meer.


Zuallererst ist da die völlig absurde Elektrik, das Werk eines hyperaktiven, farbenblinden Maniacs. Hier finden sich Spielereien wie ein Kühlschrank ohne Absicherung, ein Motor-Betriebsstundenzähler, der händisch eingeschaltet wird und zwei Batterien, die zwar einzeln eingeschaltet werden müssen, dazu muss man aber erst die Treppe demontieren. Spannenderweise kann die Lichtmaschine aber nicht die Verbraucherbatterie laden.
Überall sind rote Kabel aller Querschnitte zu finden, egal ob Plus- oder Minuspol, rote Kabel allerorten. Und manchmal auch blaue, was aber nicht heißt, dass die einen Minuspol anzeigen. Manchmal findet sich wenigstens ein --zeichen, das dann auch fast immer stimmt.
Die Positionslichter sind mit Kabeln angeschlossen, die ich benutzt hätte, um unsere Wärmepumpe zu Hause anzuschließen, der Kühlschrank hingegen hängt am haardünnen Klingeldraht.
Eine 12V-Beleuchtung in der Kabine? Fehlanzeige. Kabel, die immerhin mal mit „Toilette“ o.ä. beschriftet sind, enden im Nirgendwo, Kabel die gefährlich offen von der Decke baumeln, haben nirgendwo einen Anfang.

In der Schaltbox, auch die Verkäufer noch sehr stolz war, sind die Kabelmonstrositäten dann mit zwei riesigen Steckern zusammengefasst, damit auch der letzte Rest Übersicht verloren geht.


Anfang Mai niste ich mich in Terhenne ein, und versuche, irgendein System da hineinzubringen. Zuerst noch sehr vorsichtig, dann aber immer beherzter schneide ich Kabel weg, verlege die Batterien aus der Backskiste, die nie ganz trocken ist in das Boot, krieche durch Schapps und Kästen, klettere in den Mast, weil weder Ankerlicht, noch Dampferlicht funktionieren.
Kabel zerbröseln mir in den Finger, oder fallen einfach aus dem Stecker, weil die Litzen völlig korrodiert sind.
Ich entscheide mich zunehmend für die Quick-and-dirty-version. Kabel im Kabelkanal tun ihre Arbeit ebenso. 

Der Monitor des Plotters entscheidet sich ebenfalls, nicht mitzufahren, er gibt urplötzlich den Geist auf, als ich versuche, meinen Raspi mit Openplotter zum Laufen zu bringen.
AIS kriege ich nicht hin, also muss die einfache Version reichen, macht nichts, es ist irgendwann abzusehen, dass ich nicht über die Nordsee zum Limfjord seglen werde. 

Um nicht länger Zeit mit dem Funkkabel zu verschwenden, entschließe ich mich, eine Handfunke zu kaufen. Eine MMSI habe ich Gott sei Dank im letzten Moment noch bekommen, diese Mail war irgendwo bei der BNA hängen geblieben. Die Funke gibts aber nur in Enkhuizen, „das habe ich nicht da“ wird zur verzweifelnden Standardantwort in Sneek, egal ob ich eine bestimmte Schraube, ein Teil für das neue Reffsystem, oder für die Bordelektrik brauche: „das habe ich nicht da.“

Dann bricht der Lümmelbeschlag, als ich den Mast legen will, um nicht hochklettern zu müssen, 



Anton nimmt sich der Sache an und baut mir in drei Tagen einen neuen. Aus Edelstahl. 



Die Reffhaken finde ich zufällig im Baumarkt, als ich Haken suche, um in den Backskisten Zeug auszuhängen. 

Und gerade als ich einmal auf das Sneeker Meer fahren will, wundere ich mich, dass der Dieseltank völlig leer ist. Ich fasse die Dieselleitung an - nass und stinkt. Die ist porös, an mehreren Stellen, wie sich später herausstellt. Das Wasser im hintersten Teil des Bootes ist keines, es ist ein Wasser-Diesel-Gemisch, das ich mit Ekel und Handpumpe rauspumpe. 



Ich fahre zu Abmas-Werft und kaufe Dieselleitung, mutiere vom Bordelektriker zum Mechaniker, krieche in die Backskisten und wechsele Leitungen, Filter, Öl, entlüfte was das Zeug hält und baue endlich einen Wasserabscheider ein.

Und mitten im größten Chaos erscheint Konstantina, befindet, dass es immer noch entsetzlich im Boot stinkt und dass ein serious cleaning nötig wäre.

Gut so, ich brauche eine Pause vom Probleme lösen, ich verzweifle am Gefühl, dass jede Schraube, die von mir angefasst wird, ein neues Problem ergibt. Je mehr ich mich abstrampele um so weniger schaffe ich, je mehr ich mich anstrenge, endlich fertig zu werden, damit ich auf Fahrt gehen kann, um so verkrampfter werde ich.

Also wird das Boot leer geräumt, alle Schubladen entleert, und jede Menge Krempel landet endlich in der Mülltonne oder im Anhänger um nach Oberwinter gefahren zu werden.
Schränke werden mit dem Gartenschlauch ausgespritzt, die Bilge mit Seifenwasser ausgeschruppt.



Eine neue alte Luke hab ich bei Kleinanzeigen bekommen, die passt zumindest auf Anhieb



Und langsam fallen die Dinge an ihren Platz.

Freitag, 5. Juli 2024

Das Zalando-Feeling 4.-5.7.2024

 


Im Grunde ist es albern: Es ist ein kleiner Schlag auf einem sehr überschaubaren See, aber es ist das erste Segel-setzen mit Caissa. 

Wenn der erste Schlag mit einem Boot ist, wie der erste Kuss, naja, dann war der jetzt noch ein bisschen schlabberig. 

Die Zähne aufeinandergestoßen. Bisschen Mundgeruch. Aber der Geschmack nach mehr, ja der ist da.

Gestern war es zu windig in Sneek und das Wetter so übel, dass wir kurzfristig entschieden, nach Barßel zu fahren, um das Auto an der Werft abzuholen.


Symbolfoto: Haltestelle im norddeutschen Niemandsland.

Die Stationen: 

  1. Von Sneek mit dem Bus nach Heerenveen, 
  2. mit dem Bus nach Groningen, 
  3. mit dem Bus nach Leer 
  4. mit der Bahn nach Augstfehn 
  5. mit dem Bus nach Barßel 
  6. mit dem Bus zur Werft. 

Keine Pointe

Den Tag über haben wir den Mast gesetzt, ich habe so was noch nie gemacht, alles dauert. Und noch mal möchte ich keinen Mast auf das Boot fallen haben.

Die Mastlegeanlage funktioniert im Prinzip so, wie ich mir das erhofft habe, der Mast steht nach ein paar Minuten - und zwar schief und krumm. Die Wanten sind, das kann man mit bloßem Auge sehen, völlig unterschiedlich lang eingestellt. Ich erinnere mich, dass die völlig lose herumhingen, als ich das Boot angeguckt habe, jetzt sind sie nach dem Aufrichten teils ziemlich gespannt, teilweise hängen sie komplett durch. Ich frage mich, was der Vorbesitzer da veranstaltet hat.

Mit Meterstab uns Schraubenschlüssel mach ich alle, außer den Oberwanten lose. Dann richte ich zuerst die Oberwanten und dann die Unterwanten so aus, dass die Abstände und auch die Spannungen alle so ungefähr gleich sind.


Ob das ganz korrekt so ist, weiß ich nicht, aber es ist jetzt gerade.

Dann schlage ich die Segel an, die Vorsegel gehören definitiv nicht zum Boot, die Arbeitsfock ist zu kurz, die Genua möchte ich aber nicht setzen, wir wollen nämlich noch raus und es ist ziemlich windig.

Im Houkesloot setze ich die Fock, -nix. Kein Wind, keine Richtung.

Außerdem, und das wird sich heute auch nicht mehr ändern, ist die Fock am Vorliek nicht durchgesetzt. Das System mit den Metallstropps habe ich noch nicht durchblickt.

Mit dem Groß kommt dann auch der Wind - ohne Worte...


Wir segeln ein bischen auf dem Sneekermeer herum, und suchen uns eine Haltestelle. Das ist nicht schwer, kaum einer ist draußen, den Tag über war das Wetter immer noch ziemlich durchwachsen.




Die Rollreffanlage gefällt mir gar nicht. Hier muss irgendein Ersatz her. Reffkauschen einnähen lassen, oder so etwas.

Und die Elektrik ist ein Mysterium.

Und die Vorderluke muss neu.

Und, und und.

Freitags fahren wir dann nach Hause um zu erleben, wie Deutschland gegen Spanien rausfliegt.





Donnerstag, 4. Juli 2024

Der Heimfahrt 3. Teil Delfzijl - Sneek 1.7. - 2.7.2024

 


Die Frage, ob wir über die Staande Mast Route, oder vielleicht den schnelleren, aber unattraktiveren Weg über den Van-Starkenborghkanaal nehmen wollen, ist schnell beantwortet: 

Anton und Anja sind jetzt gerade in Sneek, Mittwoch fahren sie weg, also müssen wir uns ranhalten, wenn wir sie noch sehen wollen. Außerdem ist die Visserbrug in Groningen kaputt, der Verkeht der Staande Mastroute ist in der Stadt gefangen, nur einmal wird die Brücke bedient werden.

Es ist zum Heulen, es regnet in einer Tour, mal stärker, 



mal so, dass man es mit einem Regenschirm aushält.



Es ist Juli in den Niederlanden, 15 Grad und der Skipper guckt unglücklich.
Wir übernachten in einem Hafen auf halber Strecke, der allerdings dieser Tristesse nichts entgegenzusetzen hat.


Die faustdicke Überraschung dann im Houkesloot: 



Anton inmitten einer Gruppe Seglertouristen! Glaubt mans?

Sonntag, 30. Juni 2024

Der Heimfahrt 2. Teil: Leer - Delfzijl 30.6.2024

 

 

Wir haben zwei Möglichkeiten zu fahren, entweder um 8.00 oder um 12.00 durch die Brücke in Leer und dann durch die Schleuse. Um 8.00 werden wir die ganze Zeit über mit dem Ebbstrom gezogen, die knapp 50km sollten dann bis Mittag zu schaffen sein.

Ich entscheide mich für die 8.00-Schleuse, es wird Wind-gegen-Strom geben, morgens früh ist das dann aber noch nicht so schlimm. Der Wind soll mittags stärker werden, dann aber 5+ bft, da habe ich dann keine Lust drauf.


Ich lasse mich von Konstantina überreden,eine Pause in Jemgum einzulegen. Brötchen kaufen. Das kostet uns eine gute Stunde, in der der Wind auch immer weiter auffrischt.

Immerhin regnet es nur in Leer, wie fast die ganze Zeit in diesem beschissenen Sommer.


Ich fahre die Ems dann auch mit 14-16 km/h runter, aber hinter dem Sperrwerk brettere immer wieder in die Welle. Bis ich fast zum Stehen komme.
Schlimmer wird es dann noch nach der Landabdeckung, hier bekomme ich eine Zeitlang die volle Dröhnung von 4-5 bft Wind genau gegen den Strom ab. Das Boot schaukelt ganz schön, aber vielleicht liegts am liegenden Mast, nicht so übel wie die Schabernack oder die ITHAKA.
Zum Glück habe ich jetzt den Plotter an, ich finde die Einfahrt nach Delfzijl sofort. Im Grunde wollte ich eigentlich noch bis Groningen, aber ich lasse mich schnell überreden, in Delfzijl zu bleiben.
Das reicht heute auch irgendwie.

 

 






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Samstag, 29. Juni 2024

Der Heimfahrt 2. Teil Nach Leer. 29.6.2024

 

Um 8.00 sollen wir parat stehen, sagt der Werftboss, wir fahren den Elisabethfehn-Kanal Richtung Leer. Weil auf dem Küstenkanal eine Schleuse repariert wird, ist das ohnehin der einzige Weg.
90 cm ist der Kanal tief, 110 cm die Caissa. "Och das geht schon. Bestimmt. 90%".Sagt der Werftboss.  

Um 8.00 taucht der Konvoi dann auch langsam auf und los gehts bei phantastischem Wetter durch eine Landschaft,für die der Begriff "bezaubernd" erfunden wurde. 4 Stunden tuckern wir bis zur Schleuse Osterhausen.

 

 



Zwischendrin wird immer wieder geschleust, der Schleusenmeister fährt mit dem Auto nebenher und bedient die Schleusen per Hand.



Da habe ich natürlich auch mal Bock drauf und ich frage, ob ich auch mal darf. Klar darf ich. Geht auch schneller so.



    








Wie das nach der Schleuse Osterhausen weitergeht, hab ich noch nicht so ganz verstanden, der Brücken-und Schleusenwärter bedeutet uns aber, dass gehe bestimmt noch bis Leer, 90%ig. Immerhin haben wir schon mehr als die halbe Tide rum, bei Niedrigwasser kämen wir in Leer an. Zu dritt fahren wir los. Mein Tiefenmesser ist kaputt, und ich weiß gerade nicht, ob das nicht auch ein Vorteil sein kann, wenn ich nicht so genau wissen, wie tief es gerade ist. 

Eines der Motorboote bleibt dann direkt an der Einfahrt in die Leda hängen. Aha! Kurven außen nehmen!


Die Fahrt ist genauso großartig,wie die Fahrt durch den Kanal. Die Leda mäandert so dahin, wir fahren immer schön auf der Kurvenausseinseite, in nur ein einzigen Mal touchieren wir kurz den Schlamm.



 





An der Stadtschleuse in Leer laufen wir dann schon gegen kräftige Strömung an. Wie starkt die ist, merken wir spätestens beim Anlegen. Eigentlich ein einfaches Anlegen gegen den bremsenden Strom, zweimal wird ein Stunt draus, weil Konstantina nicht mehr weiß, wie man Leinen wirft, weil mir die Übung fehlt, ich nicht richtig hingucke, wie die Heckleine fest ist...
Ich ärgere mich noch den ganzen Abend, wie beschissen das geklappt hat, und merke wieder einmal wie dünn meine Nerven im Moment sind. Dass ich Konstantina in der Schleuse anmaule, weil sie nicht das tut, was ich auftrage... Ich erkenne mich selbst gerade nicht.
Abends gehen wir Pizza essen und gucken, wie Deutschland die Dänen aus der EM kegelt.
 

Ich bin wirklich so was von urlaubsreif...

Sønderborg 2.9. - 6.9. 2026

  Meine Laune ist nicht die allerbeste, als ich morgens aufwache, die ganze Nacht hat es geregnet, es war windig und ich bin immer wieder au...