Die paar Bilder, die ich hier einstelle, werden der Stadt nicht im Geringsten gerecht. Ich muss mich fast dafür entschuldigen. Der Tag beginnt sonnig, weil es aber im Laufe des Nachmittags sehr windig werden soll, beschließe ich, einen Hafentag einzulegen. Und Wäsche zu waschen.
Bei den Waschmaschinen begegnen Anja und ich Konstantina, einer griechischen Ärztin, die in Schweden lebt, weil es in Griechenland keine Möglichkeiten für Akademiker gibt. Sie arbeitet in den staatlichen Gesundheitszentren überall in Schweden. Seit vier Wochen ist sie hier und wird Anfang Juli woanders anfangen. Wir verquatschen 2 Ladungen Wäsche, dann beschließt sie, mir die Stadt zu zeigen.
Es gibt gerade ein Heringsfest, das heißt, seit heute darf offiziell Hering geangelt werden. Und das findet im und um den Hafen herum derart exessiv statt, dass ich mir als Fisch heute seeehr genau überlegen würde, was ich esse.
Abends bekommt sie noch Besuch von einer Freundin, die aus Westschweden anreist und ziemlich gut Deutsch spricht. Ich lerne viel über das schwedische Lebensgefühl von Lagom:
Lagom: Eine wörtliche Übersetzung gibt es nicht – meistens wird es übersetzt mit „genau im richtigen Maß“ oder „alles in Maßen“. Lagom meint die Mitte zwischen „zu viel“ und „zu wenig“ und wendet sich damit gegen jegliche Form von Exzess oder Übertreibung. Letztlich geht es darum, dass man im Leben alles im richtigen Maß machen solle.
Es stammt wohl von der Sitte, Getränke in einem Pokal am Tisch herumzureichen. jeder trinkt dann nur so viel, dass auch der letzte noch was abbekommt, aber nicht so viel, dass er als erstes betrunken wird.
Dazu gibts dann veganes griechisches Essen. In Schweden. Auch mal nett.
Freitag, 31. Mai 2019
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