Konstantina scheut sich nun mal vor langen Segeltagen, außerdem kommen wir immer erst gegen 14.00 weg. Heute soll uns der Tag nach Greifswald bringen, denn erstens ist es eine gute Halbtagesetappe Richtung Stralsund, außerdem gibt es bei Kleinanzeigen eine Kompressor-Kühlbox dort zu kaufen, die brauchen wir, weil uns reihenweise die Milch und der Joghurt kaputtgehen. Und kaltes Wasser ist auch kein unmöglicher Luxus.
Raus aus dem Peenestrom geht es noch langsam aber stetig unter Segel, dann schläft der Wind komplett ein. Und die Mücken werden immer lästiger.
Dann werfen wir den Motor an und touren ein Weilchwen. Ich bin dabei feige und halte mich ans Fahrwasser, obwohl die Karte tiefes Wasser rund um das Fahrwasser ausweist.
Nach einiger Zeit bemerken wir, dass das Wasser sich wieder krisselt. Auf dem westichen und dem südwestlichen Kurs geht Dorma auf einmal ab, wie Schmitz' Katze. 6-7 kn bei doch eher schwächlichen Wind. Sensationell. Dabei komme ich nur an die Pinne, wenn andere Boote in der Nähe sind, alles andere segelt Konstantina.
Weil sich der Hafenführer sehr bedeckt hält, was die Häfen in Greifswald angeht, klemmt sich Konstantina ans Internet und sucht Häfen: Yachtclub Greifswald unterhält einen netten Hafen direkt an der Einfahrt, noch vor der Brücke, die zwar ein technischen Museumsstück ist, aber trotzdem nur 1 mal pro Stunde öffnet.
Der nächste Tag ist entsetzlich heiß, trotzdem mache ich mich auf den Weg, die Box zu holen. Hin fahre ich mit dem Bus und dem Bollerwagen, zurück bringt mich die mitleidige Verkäuferin mit dem Auto.
Der Bilge als Kühlschrank traue ich nicht recht über den Weg, ich weiß nicht, wie trocken die auf Dauer ist, außerdem meint Konstantina, da riechts drin.
Der Abend versöhnt mit einem waschechten Sturm und einem kühlenden Regen.
Von Greifswald selbst haben wir nicht viel mitbekommen - zu heiß





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen