Mittwoch, 20. Juli 2016
Spiekeroog 17.7.16
Spiekeroog ruft eine Kindheitserinnerung in mir wach. In der Schule lasen wir ein Buch "Spiele auf Spiekeroog", ein Buch, das mir ganz sicher die Leidenschaft zum Lesen als Kind eröffnen hat. In diesem Buch mit der Atmosphäre zwischen 5 Freunde und dem Schimmelreiter ging es, wenn ich mich recht erinnere, um ein verschwundenes Pferd, Lagerfeuer und Labskaus.
Letztes Jahr wurde die Zeit zu knapp, die Insel zu besuchen, jetzt ist es nur noch ein langer Schlag bis dahin.
Ich repariere den Spinnakerbaum mangels Schelle mit Panzerband, er hält tatsächlich die ganze Tour. Am frühen Nachmittag erreiche ich die Otzumer Balje, die mich seit meinem Sportbootführerschein verfolgt, musste man doch hier dauernd Positionen, Missweisungen und so weiter errechnen.
Und dann mache ich den Fehler schlechthin: Ich fahre ins Gatt. Bei fast Niedrigwasser.
Wieder gischtet und schäumt es um mich herum, und der Tiefenmesser geht bis 1,80m von mir ängstlich verfolgt. Allerdings hebt mich die Riesenfaust, die mich vor Terschelling noch furchtbar durchgeschüttelt hat, in zwei, drei Schwüngen über die Barre hinweg. Dann bin ich in tiefem Wasser. Herrgott!!! Es hätte mich genausogut aufsetzen können, ich hätte mich nicht beschweren dürfen, wenn es den Kiel in den Salong geprügelt hätte....
Mann!!!!
Bei der Einfahrt in den Hafen bekomme ich dann doch noch meine Strafe: Ich bleibe, harmlos, im Schlick stecken. Und das heißt: Warten auf steigendes Wasser. Eine Stunde später hebt mich die Flut hoch und ich kann in den Hafen einlaufen.
Zur Erheiterung der anderen fahre ich mich noch einmal fest. 20m vor der Box.
Jetzt heißt es warten......
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